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chronikwerkstatt


Eine nachhaltige Symbiose
15 Jahre Chronik Flaurling - 5 Jahre mit dem Kulturverein
Zur 15 Jahr Feier der Chronik Flaurling, am 6.11.2013

Als Obfrau des Kulturvereins überbringe ich der Chronik Flaurling die Grüße zu diesem Fest!

Ich möchte vor allem Hans Eder zu seiner 15 jährige Tätigkeit gratulieren, denn wie unsere Chronik heute dasteht, ist zu einem guten Teil seinem unermüdlichen Bemühen zu verdanken.

Eine nachhaltige Symbiose - Mario Oberhollenzer, mein Stellvertreter, hatte im Vorfeld Bedenken, diesen Titel zu wählen. Ich werde nun versuchen, das Bild dieser Symbiose zu zeichnen.

muehle Die Chronik war für den Kulturverein, von der ersten Stunde an, eine wichtige Quelle. Ohne diese Quelle wären wir wahrscheinlich nicht mehr als ein 08/15-Veranstalter, mit besserem oder weniger gutem Programm.
Wir hatte mit unserer ersten Aktion, den Mühlentagen, begonnen. Unter der Leitung von Mario Oberhollenzer sind wir an die Öffentlichkeit getreten, also von Beginn an in enger Zusammenarbeit mit Dorf und Chronik.
Im Jahr 2011 vereinbarte ich mit der Witwe des Malers Mag. Herbert Wachter zu seinem ersten Todestag eine Dokumentation zu erstellen. Hans Eder begleitete mich mit seiner Kamera ins Atelier des Malers nach Innsbruck. Der Umstand, dass Hans auch ein leidenschaftlicher Fotograf ist, war da sehr von Vorteil. Es konnte das gesamte Werk (mit Ausnahme von ca. sechs Bildern) des Künstlers für die Vhronik Flaurling "zusammengetragen" werden.

... und so ging das weiter, step by step. Veranstaltungsorte wie das Ris-Areal mit Barockgarten, Kapelle und Bücherei, der Mugelerkeller und die Müllerstube kamen dazu.

Als junger Verein, der keine Tradition im Dorf hatte, konnten wir aus dem reichen "Schatz" der Chronik schöpfen, konnten mit ihrer Unterstützung Wurzeln schlagen. Mittlerweile ist der Kulturverein eine starke Jungpflanze, die bereits Samen ausstreut und heute der Chronik manches zurückgeben kann.

Was diesen Kulturverein in der Region und seit einiger Zeit auch in den Köpfen der Flaurlinger Bevölkerung ausmacht, ist das Bild, das er, von unserem Dorf zeichnet. Es ist kein flaches und eindimensionales. Es geht in die Tiefe, stellt Zusammenhänge her und Menschen, die wir kennen, in den Mittelpunkt. Das ist es, was auch über die Dorfgrenzen hinaus wirkt.

In einem Zeitalter der Globalisierung ist ein bewusster Umgang mit unseren dörflich kulturellen Eigenheiten unumgänglich. Wenn diese nicht verschwinden sollen, muss die Kulturarbeit ernst genommen werden. Sie ist es, die die Möglichkeit gibt, Identität als Dorf und als hier lebender Mensch zu haben. Ohne die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit unseres Dorfs, mit seiner Geschichte, wird ein solches Unterfangen schwierig.
Für gelebte Kultur muss auch die Gegenwart realistisch wahrgenommen - und aufgezeichnet - werden. Wenn das funktioniert können wir darauf unsere Kulturarbeit aufbauen. Wir können Standpunkt beziehen und dem kulturellen Leben Richtung geben.

Das "Lehrmaterial" ist gesammelt und steht zur Verfügung. Das ist eine der Hauptaufgaben unserer Chronik. Das leistet sie, durch kontinuierliche Aufzeichnung des Dorfgeschehens und in Form von guter, ehrlicher Recherche. Was wir tun können, ist das gesammelte aufzubereiten, es ins Dorf zu bringen, es anzunehmen. Wenn es nicht heute ist, dann vielleicht morgen! Die Aufzeichnung der Ereignisse der Gegenwart sind nämlich auch die Aufzeichnung der Vergangenheit in der Zukunft unseres Dorfs.

Die Impulse, die nun von Kulturverein und Chronik ausgelöst wurden, haben reiche Frucht getragen. Wir haben uns gegenseitig die Bälle zugworfen, viele aufgefangen und Bleibendes daraus gemacht. Bleibendes in Form von Broschüren, Artikeln und Veranstaltungen (Herbert Wachter, Wulf Ligges, Dieter Ennemoser). Das ist nachhaltig in den Köpfen der Menschen.
Am Tag des Denkmals wurde das für viele sichtbar. Die Grundlage für diesen Tag war der "Spaziergangs durch die Jahrhunderte". Der Tag war gelungen, Dank guter Chronistenarbeit. Er war die Ernte, Dank intensiver Zusammenarbeit. Die Vorbereitungen liefen chronistenmäßig, im stillen Kämmerchen, nach außen kaum bemerkt. Konsequent wurde das Projekt entwickelt.
So konnten sich auch die Besitzer der Denkmäler von den Flaurlinger Chronisten zur Zusammenarbeit motivieren lassen, haben sie doch erkannt, dass eine Zusammenarbeit Vieler mehr ist, als die Summe der Dinge.

Abschließend sei zu sagen, dass für mich die Chronik über die Jahre ein persönliches Anliegen wurde. Deshalb arbeite ich heute gerne dort mit. Das geht so weit, dass auch ich mittlerweile - wie Hans Eder es nennt - mit dem "Chronikvirus" infiziert bin! arw

Jahrhundertereignisse
28.11.2015




Gedenkjahr 2014
14.12.2014
NachtSchatten

Nachlese
Projekt
Einführung in das Projekt
Ausstellung
Familiengeschichte Kuen
Mitwirkende
Restaurierung des Gefallenendenkmals




15 Jahre Chronik Flaurling
9.11.2013

Einblicke in die Chronikarbeit
Erinnerungen an August Tabarelli
Eine nachhaltige Symbiose
Chronikarbeit im 21. Jhd.